Gianmaria Zamagni (Autor / Autorin)

Das „Ende des konstantinischen Zeitalters“ und die Modelle aus der Geschichte für eine „neue Christenheit“

Eine religionsgeschichtliche Untersuchung

Die Studie behandelt den kirchengeschichtlichen Epochenumbruch, der durch die Formel vom „Ende des konstantinischen Zeitalters“ (Marie-Dominique Chenu) und die Idee einer „neuen Christenheit“ (Jacques Maritain) angezeigt wird. Der fundamentale Wandel im Verhältnis zwischen der Kirche und der weltlich-politischen Macht, auf den diese Ausdrücke hinweisen wollen, wird jedoch nicht auf der Ebene der Ereignisgeschichte dargestellt, sondern in ideengeschichtlicher Perspektive in den Blick genommen. Im ersten Teil der Arbeit steht die Formel vom „Ende des konstantinischen Zeitalters“ im Mittelpunkt, der Marie-Dominique Chenu OP am Vorabend des Zweiten Vatikanischen Konzils in ebenso konstatierender wie kritischer Absicht einen bedeutenden Aufsatz gewidmet hat. Ausgehend von Chenus eigenen Hinweisen, rekonstruiert Zamagni in einer regressiv-genealogischen Weise den Diskussionszusammenhang, in dem die Verwendung der Formel bei Chenu steht – wobei auch deutlich wird, dass jeder der ins Spiel kommenden Autoren (u. a. Friedrich Heer, Jacques Maritain, Emmanuel Mounier, Ernesto Buonaiuti und Erik Peterson) eigene Akzente setzt. Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt dann eher auf dem „konstruktiven“ Moment, den Entwürfen für ein zukünftiges Verhältnis von „Kirche“ und „weltlicher Macht“, und zwar ausgehend von Jacques Maritains Konzept einer „neuen Christenheit“. Auch die übrigen Autoren, die in diesem Zusammenhang diskutiert werden (vor allem Nikolaj Berdjaev, Miguel de Unamuno, Alois Dempf und nochmals Emmanuel Mounier), stellen (in unterschiedlicher Weise) die Frage, welche Elemente der mittelalterlichen „Christenheit“ auch für die Zukunft Bedeutung haben können und welche unwiderruflich der Vergangenheit angehören. Aus diesen vielfältigen, aber aufeinander bezogenen Stimmen entsteht so ein facettenreiches Bild einer Diskussion, aus der das Zweite Vatikanische Konzil wesentliche Elemente aufgegriffen und sich zu eigen gemacht hat.
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Alle Preise inkl. MwSt.
Bestellnummer: 9783451375446
ISBN/EAN: 9783451375446
von: Gianmaria Zamagni (Autor / Autorin)
Verlag: Verlag Herder
Produktart: Buch
Einbandart: Softcover
Auflage: 1
Sprache: Deutsch
Umfang: 280 Seiten
veröffentlicht: 19.02.2018
Abmessungen: 13.5 x 21.5 cm

Die Studie behandelt den kirchengeschichtlichen Epochenumbruch, der durch die Formel vom „Ende des konstantinischen Zeitalters“ (Marie-Dominique Chenu) und die Idee einer „neuen Christenheit“ (Jacques Maritain) angezeigt wird. Der fundamentale Wandel im Verhältnis zwischen der Kirche und der weltlich-politischen Macht, auf den diese Ausdrücke hinweisen wollen, wird jedoch nicht auf der Ebene der Ereignisgeschichte dargestellt, sondern in ideengeschichtlicher Perspektive in den Blick genommen.
Im ersten Teil der Arbeit steht die Formel vom „Ende des konstantinischen Zeitalters“ im Mittelpunkt, der Marie-Dominique Chenu OP am Vorabend des Zweiten Vatikanischen Konzils in ebenso konstatierender wie kritischer Absicht einen bedeutenden Aufsatz gewidmet hat. Ausgehend von Chenus eigenen Hinweisen, rekonstruiert Zamagni in einer regressiv-genealogischen Weise den Diskussionszusammenhang, in dem die Verwendung der Formel bei Chenu steht – wobei auch deutlich wird, dass jeder der ins Spiel kommenden Autoren (u. a. Friedrich Heer, Jacques Maritain, Emmanuel Mounier, Ernesto Buonaiuti und Erik Peterson) eigene Akzente setzt.
Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt dann eher auf dem „konstruktiven“ Moment, den Entwürfen für ein zukünftiges Verhältnis von „Kirche“ und „weltlicher Macht“, und zwar ausgehend von Jacques Maritains Konzept einer „neuen Christenheit“. Auch die übrigen Autoren, die in diesem Zusammenhang diskutiert werden (vor allem Nikolaj Berdjaev, Miguel de Unamuno, Alois Dempf und nochmals Emmanuel Mounier), stellen (in unterschiedlicher Weise) die Frage, welche Elemente der mittelalterlichen „Christenheit“ auch für die Zukunft Bedeutung haben können und welche unwiderruflich der Vergangenheit angehören.
Aus diesen vielfältigen, aber aufeinander bezogenen Stimmen entsteht so ein facettenreiches Bild einer Diskussion, aus der das Zweite Vatikanische Konzil wesentliche Elemente aufgegriffen und sich zu eigen gemacht hat.
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